Wachsam ins Gute drehen


Wenn Du in einem bzw. durch einen Alptraum aufwachst, dann wäre es hilfreich, wenn Du diesen im Wachsein – gleichsam wachsam – weiterträumst und zu einem guten Ende drehst.

Ein Bild von einer Pfeife ist keine Pfeife…


Ein Foto einer schönen Landschaft ist nicht die schöne Landschaft…

Ein Film über eine erfüllte Beziehung ist keine erfüllte Beziehung…

Ein Selfie bist nicht Du…

Das Lesen eines Buches über Achtsamkeit ist nicht schon ein achtsames Leben…

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Barfuß durchs Gras gehen.

In den Sternenhimmel schauen.

Ruhig am Bachufer sitzen.

Durch den Wald gehen.

Leben.

Humor öffnet Herzen


Du bist nicht Deine Gedanken, Du bist auch nicht Deine Gefühle. Gedanken und Gefühle kommen und gehen, ziehen durch Dich hindurch, wenn Du das zulässt. Wie sie kommen so gehen sie dann auch wieder.

Sag Dir, dass es so ist, wie es eben gerade ist. Und gegebenenfalls, dass es besser werden kann. Dabei hilft Humor, ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Und bekannterweise können wir mit Humor ja auch heilige Kühe unsittlich berühren.

Wissen/Weiheit


Wissen spricht.
Weisheit hört zu.

Zwischendurch


Pessimist des Intellekts sein und trotzdem Optimist des guten Willens bleiben können. Wenn dazu noch die Möglichkeit und die Fähigkeit treten, sich (nahezu) immer und überall denken zu können: „Und ich kann auch ganz anders“, dann fühlt sich das ja fast an wie Freiheit.

Das ist weit weg von jeder Selbstverständlichkeit.

„Die Geister, die ich rief“


„Und sie laufen! Nass und nässer wird’s im Saal und auf den Stufen, welch entsetzliches Gewässer! Herr und Meister, hör mich rufen! Ach, da kommt der Meister. Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los!“

Wer kennt sie nicht, Goethes Geschichte vom Zauberlehrling, der den Besen verhext und ausschickt, um Wasser vom Fluss zu holen. Doch er vergisst das Zauberwort, um den Besen wieder zu stoppen – und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Als solch ein Zauberlehrling stellt sich aktuell beispielsweise „Facebook“, eines der weltweit einflussreichsten Unternehmen der Gegenwart, dar. Dessen große Popularität basiert auf dem Netzwerkeffekt: Der Vorteil für jede Nutzerin und jeden Nutzer, Teil eines Netzwerks zu sein, wächst mit der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzern desselben. Gleiches gilt für den Nachteil, wenn man nicht dabei ist. Und je öfter man Facebook nutzt, desto zuverlässiger erfolgt ebendort das „Bespieltwerden“ mit Nachrichten, Werbung, usw. jener Art, die man bislang bereits nachgefragt bzw. goutiert hat. Die Algorithmen, die da am Werk sind, stellen sukzessive sicher, dass – wie es so schön im „Produktquadranten“ des Marketing-Mix-Konzepts heißt – vielversprechende homogene Zielgruppen ausgemacht werden können. Und solche sind ja die Voraussetzung für jedes professionelle Produktmanagement. Weiterlesen

„Wer nicht handelt, wird behandelt“ oder: Es hat einen Preis, die Verantwortung in die Hände eines „Erlösers“ zu legen


Ist es nicht großartig, all diese Zeitersparnis: Vorbei die ineffizienten Tage, als wir unter „persönlichem Kleidungsstil“ noch verstanden haben, nach aufwändiger Suche eine ganz bestimmte Hose mit einem beim letzten Italienaufenthalt erstandenen besonderen Hemd zu kombinieren – und dazu noch spezielle Schuhe zu tragen, die, braun an den Füßen eines für sein lässiges Outfit bewunderten Bekannten steckend, erst einmal – zwecks Unterscheidung – in schwarzer Farbe für die Komplettierung der eigenen Erscheinung aufgetrieben werden „mussten“. Kein Zweifel: Ein erklecklicher Zeitaufwand.

Heute geht das so: Im Web etwa zu „Outfittery“, „Modomoto“ oder „About You“ surfen, prototypische „Styles“ anklicken, ein paar Vorlieben nennen, vielleicht sogar gemeinsam mit einem Call Center-Herrn einen standardisierten Fragebogen am Telefon oder im Chat abarbeiten, ein bis drei „Packages“ bestellen, alles kommt bald per Post – und fertig ist der „individuelle“ Stil. Kein Zweifel: Eine große Zeitersparnis.

Dieses Prinzip lässt sich (und wird auch) ohne große Mühen auf andere „Güter“ übertragen, als Beispiele mögen Musik (etwa „Spotify“), Literatur (etwa „Amazon“ – „Wird oft zusammen gekauft“, „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“), Reisen („Unplanned“ bzw. diverse andere Unternehmen, die das sogenannte „blind booking“ anbieten) oder auch die PartnerInnensuche (z. B. „Parship“ und viele andere Anbieter) dienen. Kein Zweifel: Eine große Zeitersparnis. Weiterlesen

Coachen ohne Auftrag – „Consulten kannst morgen wieder…“


Ein Gastbeitrag von Dominik Hofer

Eine Situation, die möglicherweise einige kennen: Wenn man sich selbst dabei erwischt oder dabei erwischt wird, „coaching-like“-Ansätze in Situationen zu verwenden, in denen ganz klar kein Auftrag zum Coachen besteht.

„Consulten kannst morgen wieder….“, eine Aussage meines lieben Kollegen Pepi, seines Zeichens Kontrabassist. Erwähnenswert ist dieses Faktum hier vor allem deswegen, um die unterschiedlichen Kontexte auszuweisen und die Unangebrachtheit meines Handelns auszudrücken – und um mich selbst nochmals zu schelten…

Die Situation war die: Aus einer ganz formlosen Vorbesprechung für ein Konzert bei einer Probe weiteten sich die Themen aus und bekamen eine, sagen wir mal, eigene Dynamik, die mir seltsam vertraut vorkam. Woher? Ich steckte gerade mitten im Abschluss meiner systemischen Coachingausbildung. Den Kopf vollgepackt mit tollen neuen Fragetechniken, der Boden meines Denkens noch nicht ganz wieder gefestigt nach dem großen Paradigmenwechsel einer systemischen Haltung, neuen Modellen und dem Feuereifer, mein neu erworbenes Wissen anzuwenden. Und so legte ich los – mit allem was mir mein systemischer Werkzeugkoffer zur Verfügung stellte. Weiterlesen

Blogpause aufgrund neuer Publikation


Werte Interessentinnen und Interessenten, liebe Leserinnen und Leser,
dieser Blog muss derzeit leider „ruhen”, weil eine neue Publikation im Entstehen begriffen ist, die meine „Autoren-Ressourcen” zur Gänze in Anspruch nimmt – ich bitte um Ihr geschätztes Verständnis und hoffe, dass Sie im bestehenden Fundus für Sie interessante Beiträge finden werden.

Und falls Sie es noch nicht haben:

„b\logbuch einspunktnull – Systemisch-lösungsorientierte Miniaturen”

„b\logbuch einspunktnull – Systemisch-lösungsorientierte Miniaturen” umfasst ein Sammelsurium systemisch-lösungsorientierter Miniaturen. Dieses beinhaltet ein paar längere Artikel zu systemischen Interventionstechniken, mehrere Gedankensplitter zur Konfliktthematik, diverse Überlegungen zum systemischen Führen, Anekdoten, Sprichwörter, usw.

Ideal für BeraterInnen, Coaches, Führungskräfte, PersonalistInnen, PsychotherapeutInnen, MediatorInnen und PädagogInnen – oder als Geschenkbuch für alle am systemischen Denken und Handeln Interessierte.

Neugierig geworden? Sie haben die Möglichkeit, das komplette Inhaltsverzeichnis (9783200024984_inhaltsverzeichnis) sowie eine Leseprobe (9783200024984_leseprobe_01) downzuloaden. Sie können das Buch auch per Mail direkt bestellen (versandkostenfrei – gültig für Österreich, Deutschland und die Schweiz). Hier geht es zu einer Online-Bestellmöglichkeit.

Eckdaten:
Titel: b\logbuch einspunktnull – Systemisch-lösungsorientierte Miniaturen * Autor: Tom Hansmann * Verlag: Systworks Publishing, Wien * Preis: 29,90 Euro (inkl. 10% USt.) * 208 Seiten * gebunden * Leinen mit Lesebändchen * 21 x 13 cm * ISBN 978-3-200-02498-4

Das Frontalhirn nutzen: Eine Anleitung für konstruktives Kritisieren


Ein Gastbeitrag von Michaela Faulhammer

Als ich kürzlich im Rahmen eines Coachings eine Führungskraft gefragt habe, wie sie auf eine sogenannte „Minderleistung“ reagieren würde, war die ganz „einfache“ Antwort wie folgt: „Ich sag´ einfach was nicht passt“. Soweit so gut habe ich mir da gedacht. Gesteuert von Beratungsziel und -auftrag forschte ich weiter nach, in welcher Zeitlichkeit dies denn passieren würde, und bekam dann ein spontanes „Na sofort, weil ich ärgere mich ja über sowas“ zur Antwort.

Wie denn dies dann zur Sprache gebracht werden würde, interessierte mich als nächstes – und da der Kunde mir seine Erfahrung in solchen Gesprächen zusicherte, lud ich ihn ein, dieses Gespräch mit mir zu simulieren. Ich bat die Führungskraft darum, mir kurz das Problem zu schildern (es handelte sich um das Abliefern „minderwertiger“ Reports und die Verweigerung der Nachbesserung derselben).

In der Simulation entspann sich in etwa folgender Dialog: Weiterlesen