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Effektiver Schutz der Natur anstelle bloßen Regelvollzugs: Planungsstrategien zur vorausschauenden Verschränkung unterschiedlicher Bedürfnisse oder: Zur Wiedererlangung notwendiger Spielräume


Ich wurde von der „ÖGLA – Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur“ eingeladen, am 18. Juni 2026 eine Keynote für die Tagung mit dem Titel „Lösung von Zielkonflikten bei Energiewende und Infrastrukturausbau in Landschaftsräumen“ in Wien zu halten. Diesem Ersuchen bin ich sehr gerne nachgekommen. Hier nun mein Beitrag, der sich als Beitrag zum Thema „Ökologische Ohnmachtskompetenz“ lesen lässt und auch so gedacht ist.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bedanke mich sehr bei der ÖGLA und ich freue mich, diese Keynote als Auftakt zur heutigen wichtigen Veranstaltung halten zu dürfen. Ich darf dabei als Umweltanwalt des Landes Niederösterreich zu Ihnen sprechen – und ich habe dafür eine dreiviertel Stunde Zeit bekommen, um mit Ihnen auf unterschiedlichen „Flughöhen“ unterwegs zu sein. Diese Zeit werde ich schamlos nutzen und ein „Paket“ gemäß meinen unterschiedlichen Professionen – ich bin Soziologe, Jurist, systemischer Berater, ausgebildeter Projektmanager und geprüfter Unternehmensberater – also sozusagen „cross over“ – für Sie schnüren:

Wir alle in diesem Raum teilen ein Privileg, das gleichzeitig eine Last sein kann: Wir gestalten Raum mit. Wir zeichnen sozusagen Linien in die Landschaft, die das Überleben von Arten, die Resilienz von Ökosystemen und das Gesicht unseres Landes für Generationen bestimmen können. Und wir alle tun das in einem Korsett, das von Jahr zu Jahr enger wird.

Wenn wir ehrlich sind, stehen wir heute bei dieser Tagung vor einer unbequemen Wahrheit: Der „klassische“ Naturschutz, wie wir ihn gelernt, praktiziert und juristisch institutionalisiert haben, steckt zum Teil in einer Sackgasse: Wir exekutieren Regeln, wir prüfen Checklisten und wir füllen dicke Aktenordner in UVP-Verfahren. Wir vollziehen das Recht mit einer prozeduralen Präzision, die ihresgleichen sucht – und während wir diesen perfekten Regelvollzug „feiern“, leiden da draußen unsere natürlichen Lebensgrundlagen.

Mein Plädoyer an Sie heute ist kein theoretisches. Es soll vielmehr ein Ruf nach der Wiedererlangung unserer eigentlichen Aufgabe, ein Weg vom Vollziehen und ein Hin zum Handeln sein. Wir müssen weg vom bloßen bürokratischen Regelvollzug und hin zu einer strategischen und vorausschauenden Verschränkung unterschiedlicher Bedürfnisse. Kurz gesagt: Wir müssen lernen, wie wir uns die notwendigen Spielräume zurückholen, um real dem Natur- und Artenschutz zu dienen und zugleich der Wrtschaft keine unnötigen Steine in den Weg zu legen.

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Jenseits aller Tools: Systemisches Coaching als Oase in einer Welt von Beschleunigung und Konkurrenz


Intro

Von Steve de Shazer (1940-2005) persönlich durfte ich noch lernen, aus dem Verhalten eines Menschen zu schließen, „wer da bei der Tür hereinkommt“ (Klagende/r, Besucher/in, Kundin/Kunde oder Co-Berater/in), von Insoo Kim Berg (1934-2007), seiner Frau, hingegen – und das fand ich von Anfang an für meine Arbeit als Coach noch hilfreicher – „was bei der Beratung herauskommt“ (vgl. diesen Beitrag). Wie Menschen heutzutage in die Welt gestellt sind und wie ihnen diese begegnet – und wie wertvoll in dieser Hinsicht systemisches Coaching sein kann – darauf mag ich heute das Brennglas richten.

Gleich vorab: Dieser Beitrag hat für sogenannte „Tooligans“ wenig zu bieten – und das mit voller Absicht. Zu oft wird darüber diskutiert, welche Fragetechnik „die effektivste“, welche Formulierung „die beste“, welche Methode „die zielführendste“ sei. Die Beschäftigung mit „passgenauen“ Versprachlichungen und Tools gibt uns als Coaches ein Gefühl der Selbstwirksamkeit und vermittelt eine (Schein-)Sicherheit. Selbstverständlich ist es überaus nützlich, über einen bei Bedarf professionell („aus dem Effeff“) zum Einsatz zu bringenden „Werkzeugkoffer“, eine prall gefüllte „Toolbox“, oder wie immer man das bezeichnen mag, zu verfügen. Vor allem deshalb, damit wir als BeraterInnen uns ganz der Kundschaft widmen können – etwa die „Keywords“ auch hören – ohne uns mit der Frage in unserem Kopf (denn dann gelingt das Zuhören nicht mehr) beschäftigen zu müssen, ob wir „eh nicht nur einen Hammer haben“ (denn dann dürfte ja auch nichts Anderes als ein Nagel „daherkommen“).

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